Im Schatten der Sucht

 

„An die Ufern der Träume schwappen Wellen aus Verzweiflung und selbst wenn es gut ist, steigt am Ende doch nur die Furcht, es könne von nun an nur noch schlimmer werden. Diesem Fluch entkommen zu wollen, heißt vergeben zu können, den anderen, aber auch sich selbst. Liam Einberg schafft es am Ende. Aber das ist nur ein Anfang.“

MZ

Zum Artikel: https://bit.ly/2Bft3rQ (Mitteldeutsche Zeitung, 12.12.2018)

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Die Ufer unserer Träume

Am 14.11.2018 ist der 2. Roman von Sebastian Caspar erschienen – Die Ufer unserer Träume

Liam ist auf der Suche nach einem Neuanfang, doch das Auslandsjahr in Shanghai scheint dafür nicht ausgereicht zu haben. Schnell kehren die alten Probleme wieder in sein Leben zurück. Die Enge seiner kleinen Heimatstadt bei Leipzig, die verzwickte Beziehung zu seinem Vater, das Chaos mit Zoe, die Drogenkarriere seiner besten Freundin und auch die Gefahr, selber wieder auf die schiefe Bahn zu geraten. Es gibt nur einen Ausweg: Er muss sich seinen Ängsten und seiner Vergangenheit stellen, um endlich ein geordnetes Leben beginnen zu können. 
Mit den zusätzlichen Schwierigkeiten, die dabei auf ihn zukommen, hat er allerdings nicht gerechnet.

Ein Roman über die Wirren des Lebens.

Seitenzahl: 380

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Neue Rubrik „Outtakes“

Auf meiner Homepage gibt es die neue Rubrik „Outtakes“. Dort werde ich regelmäßig Textfragmente veröffentlichen, die es nicht in einen meiner Romane geschafft haben. Beginnen werde ich mit einem kleinen Text über eine meiner Lieblingsbands – Pearl Jam. Enjoy!

Aufklärungsarbeit an Schulen – Warnen vor Crystal Meth

 

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Seit den 1990er Jahren gibt es in Deutschland die synthetisch hergestellte Droge Crystal Meth. Oft in Tschechien illegal produziert, ist sie gerade in der Grenzregion in Sachen und Südbrandenburg ein großes Problem. Auch Sebastian Casper war süchtig nach Crystal Meth. Heute ist er „clean“ und versucht, Schüler vor der gefährlichen Droge zu warnen. Als er die Droge in den 1990er Jahren erstmalig konsumierte, wusste er nicht, was er tat. Zu diesem Zeitpunkt gab es keinerlei Aufklärungskampagnen. Auch heute noch stößt Casper bei seinen Schulbesuchen oft auf erschreckendes Unwissen. Dies möchte er ändern, unter anderem mit seinem autobiografischen Buch ‚Zone C‘.

 https://www.rbb-online.de/rbbum6/archiv/20180117_1800/crystal-meth.html

 

 

 

https://www.rbb-online.de/rbbum6/archiv/20180117_1800/crystal-meth.html

Crystal Meth-Hochburg Sachsen

„Der Leipziger Schlagzeuger Sebastian Caspar war süchtig. Darüber hat der 41-Jährige einen düsteren Roman geschrieben. Vor elf Jahren schaffte er es clean zu werden – und clean zu bleiben, auch wenn Stress kam. Neben der Nähe zu den tschechischen Laboren und Asia-Märkten, wo die Droge billig verkauft wird, sieht Caspar die zweite Ursache für den zunehmenden Konsum darin, dass Crystal Meth in die Zeit passe. Man kann damit viel mehr schuften und lange wach bleiben. Caspar kritisiert die sächsische Politik, dass sie das Drogenproblem zu defensiv angehe.“

http://www.br.de/nachrichten/crystal-meth-hochburg-sachsen-100.html

Drastische Erfahrungen

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WERMSDORF: Die Klassenstufe 7 der Oberschule Wermsdorf beschäftigte sich in den vergangenen Tagen im fächerverbindenden Unterricht mit dem Thema Drogen. Nach Exkursionen in eine Leipziger Spezialklinik und in die Suchtklinik im Ort sowie einem Vortrag der Polizei war am Mittwoch Sebastian Caspar an der Oberschule zu Gast. Der 40-Jährige kann aus erster Hand berichten, was Crystal mit seinen Konsumenten anstellt.

Zehn Jahre habe er diese und andere Drogen konsumiert, berichtete der Leipziger den Schülern. Seine Erfahrungen hat er im Roman „Zone C“ verarbeitet, der Anfang des nächsten Jahres bereits in vierter Auflage erscheint. Aus diesem Buch las er den Wermsdorfer Schülern zwei Kapitel vor. Dabei konfrontierte er die Schüler mit Drastischem, als die Hauptfigur miterlebt, wie ihr Großvater – der „einzig normale Mensch in unserer Familie“ – stirbt.

Drastische Erfahrungen

Zwischen den beiden vorgelesenen Kapiteln fragt der gelernte Fachinformatiker, der nach seinem Absprung von der Droge ein Studium zum Diplom-Sozialpädagogen absolvierte, nach, was die Wermsdorfer über Crystal wissen und stellt sich deren Fragen. Er weiß, was den Konsum attraktiv macht, kennt die leistungssteigernde Wirkung und das wachsende Selbstvertrauen ebenso wie die Kehrseiten: die Herzrhythmusstörungen, die Psychosen, den körperlichen Verfall. „Wenn man einen Freund mit grauen Augen auf der Intensivstation besucht, der über Kabel und Schläuche am Leben erhalten wird und dann mit 34 Jahren stirbt, vergisst man das nicht“, erzählt der Autor.

Unglaubliche Nebenwirkungen

Schnell ist das Foto eines Abhängigen, der sich selbst die Kopfhaut massiv zerkratzt hat, durch die Bankreihen gereicht. Kaum einer will sich das ausführlich ansehen – das gilt nicht nur für die Mädchen. Für Glücksgefühle und Leistungssteigerung verlange die Droge Chrystal ihren Preis. Dass jeder Abhängige ihn bezahlen muss, ist das Fazit, das Sebastian Caspar zieht. Weder Gruppenzwang noch Depressionen oder die Hoffnung auf einen Modelkörper – geschaffen durch die Appetitlosigkeit, die die Droge nach sich zieht – seien es wert, dies in Kauf zu nehmen.

Der 40-Jährige ist allerdings auch das Beispiel dafür, dass der Absprung gelingen kann. Er ist verheiratet und Vater eines Kindes. Seine Liebe aus Bali nach Deutschland zu holen, habe ihm einen neuen Lebenssinn gegeben, seine Zeit und Energie gebunden. In der Drogenszene habe man keine Freunde. Jene, die man dafür halte, seien nicht mehr als Suchtkollegen. „Mit ihnen gibt es keinen Weg weg von der Droge“, hat Sebastian Caspar festgestellt.

„Das ist abschreckend“

Die Schülerin Celine betont, in dieser Woche viel Neues erfahren zu haben: Was ist drin in den Drogen? Wie verändern sie die Persönlichkeit? Wie schnell wird man abhängig? „Das Thema hat mich interessiert, besonders wie es heute von einem Betroffenen geschildert wurde“, sagt sie. „Es ist aufschlussreich zu hören, wie jemand, der es selbst erlebt hat, eine Drogenkarriere schildert“, sagt Louis. Sein Vater und seine Oma hätten beruflich mit diesem Thema zu tun, deshalb habe ihn die Lesung sehr interessiert. Das sei abschreckend, damit wolle er auf keinen Fall zu tun bekommen.

Für Sebastian Caspar gehören Auftritte vor Schulklassen mittlerweile zum Alltag. Seit „Zone C“ 2014 erschien, habe er schon rund 100 solcher Termine absolviert. In Sachsen-Anhalt gehöre der Roman zur Schullektüre. Er sei keine Autobiografie, enthalte aber vieles, was er selbst erlebt habe, beantwortet er die entsprechende Frage einer Schülerin. Diese Entwicklung habe ihn überrascht. Sein Anspruch sei nicht gewesen, einen „Aufklärungsroman“ auf den Büchermarkt zu werfen. Schreiben sei vielmehr bereits seit der Schulzeit sein Hobby.

Quelle: http://www.lvz.de/Region/Oschatz/Ex-Junkie-erzaehlt-in-Wermsdorf-von-seinen-Suchterlebnissen (21.12.2017)

„Auf C ist man immer allein“

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Altlandsberg (MOZ) Eine Doppel-Schulstunde volle Aufmerksamkeit und aktives Mitgehen von drei Klassen der Stadtschule Altlandsberg sind nicht selbstverständlich. Am Mittwoch hat das eine als Lesung angekündigte Veranstaltung mit dem Leipziger Sebastian Caspar geschafft.

Immer wieder bringt Sebastian Caspar das Buch ins Spiel. „Wenn ich nachher noch etwas daraus vorlese …“, flicht er zwischendurch ein. „Wollt ihr jetzt was daraus hören …?“, fragt er, fast etwas ungeduldig. „Das steht auch in dem Buch…“, ergänzt er.

Doch die Neuntklässler aus der Stadtschule Altlandsberg lassen sich kaum bremsen. Sie fragen dem Mann, der eine Suchtkarriere mit Crystal Meth hinter sich hat, zwei lange Jahre zum Ausstieg aus der Droge brauchte, wenngleich diese lebenslänglich abhängig macht, und so drastisch wie anschaulich davon erzählen kann, quasi Löcher in den Bauch.

Zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit ist Sebastian Caspar nach Altlandsberg gekommen. „Weil die Schulleiterin darauf gedrungen hat“, antwortet Gabriele Gottschling vom Förderverein Bibliothek Altlandsberg auf MOZ-Nachfrage. Zunächst war der Autor und Sozialarbeiter vor den 10. Klassen der Stadtschule aufgetreten. So, wie er es seit Erscheinen seines Buchs „Zone C“ bereits an mehr als 100 Schulen präventiv getan hat, wie auf seiner Internetseite nachzulesen ist.

Über Thomas Emig von Buchhandlung und Antiquariat in Altlandsberg, der zugleich Mitglied im Förderverein Bibliothek ist, war der Kontakt zu dem gebürtigen Weißenfelser zustande gekommen. „Und dank finanzieller Unterstützung durch die Sparkassenstiftung“, ergänzt Gabriele Gottschling, „konnten bzw. können wir diese Veranstaltung, insgesamt sogar vier Lesungen in der Schule organisieren.“

Es ist immer noch etwas anderes, aus eigener mehrjähriger Erfahrung mit Drogen zu erzählen als „nur“ den Protagonisten seines Romans, den 19-jährigen Sten aus einer Kleinstadt in Ostdeutschland, sprechen zu lassen. Das bekommt Sebastian Caspar an diesem späten Vormittag ganz offensichtlich zu spüren. Und der diplomierte Sozialpädagoge antwortet gern und ehrlich, ist authentisch, überzeugt durch seine Präsenz.

Dass er aus einem eher intellektuellen Elternhaus stammt, die Sache mit Crystal Meth jeden in bestimmten Lebenssituationen treffen kann. Dass er seine Sucht vor den Eltern und im Beruf zu verheimlichen versucht hat. Dass man „auf C immer allein ist“. Wie schwer und willensabhängig es ist, clean zu werden – „nur jeder 8. schafft es“. Ein radikaler Wechsel des Umfelds gehört dazu, eine neue Lebensidee, vor allem die eigene Motivation.

Er gibt von den Neuntklässlern gestellte Fragen zurück, bezieht sie ein, bevor er eine Antwort herauslässt. Was ein Gramm C kostet, viel weniger als Kokain oder Heroin? Wie lange so ein Kick reicht, wie C genommen wird … Ausgangsstoffe, Ursprungsländer, Beschaffungskriminalität, Abstürze, krankhaftes sexuelles Verlangen, von abhängigen Müttern schon süchtig geborene Babys – nichts wird ausgespart. Am Ende liest Sebastian Caspar doch noch „Seite 24, wie meistens in den Schulen“, bevor sich viele am Ende um den Lehrertisch scharen, wo er das Buch signiert.

Quelle: http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1624982/ – 14.12.2017

 

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